Samstag, 17. September 2016

Italien 2016: Tag 12 - Mit dem Zug zurück nach Innichen

Gleich nach dem Frühstück spazierten wir zum Bahnhof Venezia Santa Lucia um Zugtickets für uns und unsere Fahrräder zurück nach Innichen zu organisieren. Walter hatte schon im Vorfeld mögliche Züge für uns herausgesucht und sogar einen Eurocity gefunden, bei dem wir nur einmal umsteigen müssten und der auch unsere Fahrräder mitnehmen würde. Beim Bahnschalter stellte sich allerdings schnell heraus, dass wir wieder vor einem ähnlichen Problem wie bei unserer Flitterwochen-Radlreise standen: der gewünschte Zug war kein italienischer sondern ein deutscher Zug und daher ist die Fahrradmitnahme nur bei einem deutschen Zugschalter buchbar. Aha. Also doch wieder die Bummelzugvariante mit mehrmaligem Umsteigen und noch dazu viel früher als geplant. Statt nochmals durch die schöne Lagunenstadt zu spazieren ging es mit den Fahrrädern gleich zum Bahnsteig. An dieser Stelle müssen wir trotzdem erwähnen wie bemüht der Beamte am Bahnschalter war - auch wenn er uns trotzdem nicht helfen konnte ;-)






Nachdem die Radstrecke nach Venedig von vielen befahren wird, trafen wir am Bahnhof und im Zug einige Gleichgesinnte. Trotzdem war der Platz für Fahrräder SEHR begrenzt. Gerade einmal acht bis zehn Fahrräder fanden in dem dafür vorgesehen Miniraum Platz. Auch nach dem Umsteigen in Verona änderte sich dies nicht und auf der weiteren Strecke wurden sogar zahlreiche Fahrradfahrer an den Bahnhöfen abgewiesen obwohl diese gültige Tickets hatten...




Das änderte sich als wir in Franzensfeste in den Zug nach Innichen stiegen. Beinahe in jedem Waggon gab es Plätze für Fahrräder zu finden! Also unseretwegen darf sich Südtirol gerne auch weiterhin das "Fahrradland" nennen :-)




Die Strecke, die wir an diesem Tag mit dem Zug zurücklegten, waren wir in den letzten Tagen mit dem Fahrrad gefahren. Auch für uns ziemlich beeindruckend :-)




Als wir in Innichen aus dem Zug kletterten, waren wir wieder am Anfang unseres Urlaubs angelangt. Nur hatten wir nun viel mehr Farbe im Gesicht - und an den Wadeln ;-)





Die Temperaturen in Innichen unterschieden sich stark von den Temperaturen, die wir noch in der Früh in Venedig genossen hatten. Julia musste ihre ganze Fahrradtasche ausleeren um an die nun nötige Fahrradjacke zu gelangen ;-)




Trotzdem gönnten wir uns noch eine wohl verdiente Kaffeepause beim Grauen Bär :-)





Auf dem Parkplatz genossen wir noch kurz einen letzten Blick auf das schöne Bergpanorama, dann ging es auch schon wieder nach Hause. Schön wars! ♥





Hier noch ein kurzer Überblick über unsere gesamte Route:

Route: Innichen - Brixen - Bozen - Kurtatsch an der Weinstraße - Trento - Riva del Garda - mit der Fähre nach Sirmione - Verona - Vicenza - Padua - Venedig - mit dem Zug zurück nach Innichen
Strecke: 526,3km
Bergauf: 3.783m
Bergab: 4.949m


Italien 2016: Tag 11 - Sightseeing in Venedig

Nach unserem Entspannungstag am Strand von Cavallino-Treporti freuten wir uns schon richtig auf Sightseeing in Venedig. Da wir am nächsten Tag ohnehin vom Bahnhof in Venedig unsere Heimreise antreten wollten, hatten wir uns bereits ein Zimmer in Bahnhofsnähe reserviert. Nun packten wir - zum letzten Mal für diesen Urlaub - unser Zelt und all unseren KrimsKrams zusammen, beluden unsere Fahrräder und fuhren mit der Fähre zurück zum Lido. Nicht alle Fähren von Cavallino-Treporti sind groß genug um die vielen Radlfahrer zum Lido mitzunehmen. An der Anlegestelle hängt aber ein handgeschriebener Zettel mit welchen Fähren man auf der sicheren Seite ist ;-)






Kurz bevor anlegten sahen wir, dass die Autofähre nach Tronchetto bereits an Anlegestelle Lido San Nicolo anlegte. Also raus aus der Fähre und vollgas zur ca. 1 Kilometer entfernten Anlegestelle. Wie sich herausgestellt hatte, hätten wir uns aber gar nicht so beeilen müssen - die Fähre legte erst fünf Minuten nach unserer Ankunft ab :-D







Von Tronchetto ging es zum Piazzale Roma und von dort über die Ponte della Costituzione. Die Fußgängerbrücke hat zwar viele viele Stufen, aber wegen der niedrigen Stufenhöhe ist sie auch mit vollbepackten Fahrrädern nicht allzu schwer zu bezwingen. Ab dieser Brücke sollte man das Fahrrad besser nur mehr schieben. Einerseits weil Fahrradfahren ab dem Bahnhof verboten ist, andererseits weil dort ohnehin zu viel los ist um zu radeln. Sogar beim Schieben wurde das Weiterkommen in den engen Gassen manchmal eine Herausforderung. Einiges von unserem weiteren Weg hätten wir uns eigentlich sparen können, unser Navi schickte uns nämlich zur falschen Hoteladresse ;-)




Irgendwann fanden wir doch noch das von uns gebuchte Hotel Caprera, ein nettes kleines Hotel in einer ruhigen Seitengasse der Rio Terà Lista di Spagna, das im Internet oft als Tipp für Fahrradfahrer genannt wird. Das liegt vor allem daran, dass sie dort einen abgesperrten Platz für Fahrräder haben. Eine Seltenheit in Venedig! 

Und nur kurze Zeit später begaben wir uns auch schon ins Getümmel und besuchten als erstes die Rialto-Brücke :-)





Als nächstes ging es zum Markusplatz, wo wir uns auf Stufen setzten und das Gewimmel beobachten wollten. Aber nicht sehr lange, wir wurden nämlich schnell darauf hingewiesen, dass Stufensitzen am Markusplatz verboten ist. So wie das Essen und Trinken von mitgebrachten Speisen. Und natürlich das Füttern von Tauben. Haben wir irgendein Verbot vergessen? ;-)






Also spazierten wir weiter zur Seufzerbrücke. Kleiner Tipp: Während sich vorne an der Riva degli Schiavoni immer Reisegruppen um die beste Sicht auf die Seufzerbrücke bemühen, kann man den Blick von der kleinen Brücke hinter der Basilica di San Marco beinahe alleine genießen ;-)




Wir beobachten noch kurz das Eintreffen der ersten Teilnehmer der Regata Storica di Venezia ...




... und suchten uns dann ein ruhiges Restaurant abseits des ganzen Wirbels. In der Trattoria Agli Artisti genossen wir ein großartiges Urlaubs-Abschluß-Menü :-)









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Weitere Fotos von unserem Tag in Venedig: